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15 Tipps für kreatives Schreiben - Dein Leitfaden zur Ideenfindung

Wer schreibt, ob professionell oder nur für sich, kämpft immer wieder mit der Herausforderung, ständig neue Ideen und Inspirationen zu finden. Selten kommt eine Idee, wenn wir uns vor das weiße Blatt setzen und auf sie warten. Zum Glück gibt es bewährte Methoden, die du anwenden kannst, um ein ganzes Sammelsurium an Ideen zu schaffen. In diesem Beitrag stelle ich dir 15 davon vor.


Visuelle Stimulation


Visuelle Reize regen die Kreativität an und sind eine simple Möglichkeit, um auf Ideensuche zu gehen.


Praktische Beispiele:


  • Moodboards: Erstelle Moodboards aus Zeitschriftenausschnitten, Fotos, Farben und Texturen, die ein bestimmtes Gefühl oder Thema einfangen. Das kannst du auch wunderbar auf deinem Laptop oder iPad machen, wenn dir das Arbeiten mit digitalen Mitteln mehr liegt. Allerdings hat die Arbeit mit Hand, Schere und Klebestift etwas Beruhigendes und regt noch mal andere Bereiche des Hirns an.


  • Kunstgalerien und Museen: Besuch doch mal eine Kunstgalerie oder ein Museum. Die Werke anderer Künstler können als Ausgangspunkt für deine eigenen kreativen Projekte dienen.


  • Fotografie: Experimentiere mit Fotografie. Das Festhalten von Momenten und Szenen regt deine Fantasie an und dient dir als Grundlage für Geschichten. Du musst kein Geld in eine teure Kamera investieren, das Smartphone reicht vollkommen aus.


Schreibspiele und Übungen


Als Schreibpädagogin komme ich nicht umhin, kreative Schreibübungen und Spiele vorzustellen. Sie nehmen dem Schreiben die Ernsthaftigkeit und helfen dir, spielerisch ins Schreiben zu kommen.


Praktische Beispiele:


  • Freies Schreiben: Wahrscheinlich die grundlegendste Übung aller Übungen. Setze dir den Timer auf 10 Minuten und schreibe ohne Ziel und Struktur drauflos. Den Stift darfst du nicht ablegen, ignoriere Sinn, Rechtschreibung und Grammatik. Wenn du nicht weißt, was du schreiben sollst, schreibe "Ich weiß nicht, was ich schreiben soll", bis der nächste Satz von ganz allein in deinem Kopf aufploppt.

  • Schreibprompts: Schreibprompts wie „Was wäre, wenn…?“ oder „Erzähle von deinem ungewöhnlichsten Traum“, geben dir einen Anfang, mit dem du weiterarbeiten kannst. Du musst dir keine Prompts ausdenken, Google ist voll davon und zu jedem Thema findest du die passenden.


  • Wörter-Scramble: Nutze einen Wortgenerator (zum Beispiel diesen: https://www.zufalligewoerter.com/) und lass ihn 10 Wörter generieren. Aus diesen 10 Wörtern schreibst du eine Geschichte. Diese Übung hilft dir, Verbindungen zwischen scheinbar unzusammenhängenden Ideen zu knüpfen.


Zusammenarbeit und Austausch


Der Austausch mit anderen ist eine, wie ich finde, unterschätzte Quelle der Inspiration. Ich kann nur jedem Menschen ans Herz legen, sich mit anderen Schreibenden zu vernetzen. Zusammenarbeit und Diskussionen öffnen neue Perspektiven, sie motivieren und im besten Fall beflügeln sie dich und du sprudelst nur so vor Ideen.


Praktische Beispiele:


  • Schreibgruppen: Schau, ob es in deiner Nähe eine Schreibgruppe gibt. Auch online findest du welche und wenn es nicht die passende gibt, gründe sie. Gegenseitiges (wertschätzendes und wohlwollendes) Feedback, gemeinsames Brainstorming und der Ideenaustausch in einem sozialen Setting sind nicht nur inspirierend, sondern machen auch Spaß.


  • Co-Writing-Sessions: Eine andere Möglichkeit sind Co-Writing-Sessions, bei denen die Teilnehmer:innen gleichzeitig schreiben und einander anspornen. In Gesellschaft schreibt es sich oftmals einfacher als allein.


  • Workshops und Kurse: Es gibt so viele Kurse und Workshops zum literarischen Schreiben, autobiografischen Schreiben, in Präsenz und online. Wenn du allein nicht weiter kommst, ist das die naheliegendste Lösung. Bei vielen Kursen musst du deine geschriebenen Texte nicht laut vorlesen und kannst die Kamera sogar auslassen.


Lesen und Recherchieren


Wer schreibt, der muss auch lesen. Nicht nur hilft dir Lesen dabei, dich sprachlich zu entwickeln, Bücher und Artikel sind außerdem eine schnell zugängliche Inspirationsquelle. Tauche in andere Welten ein und erweitere deinen Horizont.


Praktische Beispiele:


  • Vielfältige Genres lesen: Lies Bücher aus verschiedenen Genres (oder versuch es zumindest). Jede literarische Gattung bietet andere Inspirationen und arbeitet mit anderen Techniken, von denen du profitieren kannst.


  • Sachbücher und Artikel: Auch in Sachbüchern und Artikeln lassen sich Ideen für das eigene Schreiben finden. Themen wie Geschichte, Wissenschaft, Psychologie und Soziologie sind wie ein Ozean voller bunter Ideenfische, die du nur fangen musst (was für ein Bild).


  • Literarische Vorbilder: Recherchiere über deine literarischen Vorbilder. Wie haben diese Autoren ihre Werke geschaffen? Welche Methoden und Techniken haben sie genutzt? Auf YouTube findest du Videos, in denen (angehende) Autor:innen über einen begrenzten Zeitraum geschrieben haben, wie Neil Gaiman (https://www.youtube.com/watch?v=9ppbR7PGhVo) oder Haruki Murakami.


Musik und Klänge


Musik ist vermutlich eins der effektivsten Mittel, um in eine bestimmte Stimmung zu kommen. Unterschiedliche Genres und Klänge rufen verschiedene Emotionen und Ideen in dir hervor.


Praktische Beispiele:


  • Soundtracks und Playlists: Auf YouTube und Spotify gibt es viele Playlists, die du hören kannst. Dir steht Musik für jede Schreibstimmung zur Verfügung, nutze diese Möglichkeit.


  • Instrumentalmusik: Instrumentalmusik oder Naturgeräusche helfen dir zu entspannen, aber auch, wenn du Szenen schreibst, in denen das Rauschen der Wellen oder der Regen im Wald zu hören sind.


  • Lyrics: Schon mal daran gedacht, eine Geschichte basierend auf einem Songtext zu schreiben? Wenn ich gute Musik mit berührenden Lyrics höre, habe ich sofort Bilder im Kopf. Und genau diese Bilder sind deine nächste Story (oder Szene).

Inspiration ist ein essenzieller Bestandteil kreativen Schreibens. Sie zu finden und zu nutzen, kann eine Herausforderung sein, doch mit den richtigen Techniken und Ansätzen gelingt es dir, deine Kreativität immer wieder zu entfachen. Egal, ob du noch am Anfang deiner Schreibreise stehst oder bereits Erfahrung gesammelt hast, diese Tipps helfen dir, deine Schreibziele zu erreichen.


Noch ein letzter Tipp: Probier aus, was dich am wenigsten anspricht. Aus dem Unbequemen kann Großartiges entstehen.


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