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Wie du die Angst vor dem Schreiben überwindest - 5 Strategien

Jeder schreibende Mensch weiß, wie entmutigend das leere Blatt wirken kann. Die Angst vor dem Schreiben ist weit verbreitet, aber nicht unbezwingbar. In diesem Artikel stelle ich dir fünf Strategien vor, die dir dabei helfen, deine Angst vor dem Schreiben zu überwinden.


1. Schreibe Briefe statt „Texte“


Oft entsteht Schreibangst aus der Vorstellung, dass jeder geschriebene Satz perfekt sein muss. Wenn du nur für dich selbst schreibst, aus Spaß an der Freude oder gerade erst damit beginnst, regelmäßig zu schreiben, ist "perfekt" etwas, dass du ganz weit beiseiteschieben darfst. Versuch es mit einem Perspektivwechsel. Stell dir vor, du schreibst einen Brief an einen guten Freund, deine beste Freundin oder eine vertraute Person über das Thema, zu dem du eigentlich einen „Text“ verfassen möchtest. Dieser Ansatz macht das Schreiben persönlicher und weniger formell, wodurch der Druck, alles perfekt zu machen, reduziert wird.


2. Jeder erste Entwurf ist "schlecht"


Dein erster Entwurf muss perfekt sein? Du wirst es kaum glauben, aber kein erster Entwurf ist wirklich gut, geschweige denn perfekt. Auch nicht der erfahrenerer Autor:innen, Webtexter:innen oder anderer Menschen, die beruflich schreiben. Der Trick besteht darin, einfach zu beginnen und den Gedanken frei fließen zu lassen, ohne über Grammatik, Stil oder Struktur nachzudenken. Korrekturen und Verbesserungen sind für spätere Überarbeitungen reserviert. Vorausgesetzt, es ist ein Text, der überarbeitet werden muss.


3. Experimentiere mit verschiedenen Schreibumgebungen


Manchmal kann ein Umgebungswechsel die mentale Blockade lösen. Versuche, in einem Café, in einem Park oder in einer Bibliothek zu schreiben. Jeder Ort hat seine eigene Atmosphäre und kann unterschiedliche kreative Prozesse in dir auslösen. Auch das Schreiben zu unterschiedlichen Tageszeiten könnte überraschend positive Effekte auf deine Produktivität und Kreativität haben. Du musst dich ausprobieren und herausfinden, wann und wo du am einfachsten zum Stift greifen oder in die Tastatur hauen kannst.


4. Setze bewusst kreative Beschränkungen


Dies mag paradox klingen, aber kreative Beschränkungen können tatsächlich befreiend wirken. Setze dir kleine Herausforderungen, wie das Schreiben eines Textes mit genau 100 Wörtern, oder verwende in einem Absatz alle Wörter nur mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben. Solche spielerischen Herausforderungen können den Druck, „seriös“ zu schreiben, mindern und stattdessen Spaß am Experimentieren fördern.


Bonus-Tipp: Hier bietet sich der Besuch eines kreativen Schreibkurses oder der Anschluss an eine Schreibgruppe an. In meinen Kursen nähern wir uns unterschwellig und spielerisch dem Schreiben. Es gibt einfache Übungen, witzige Schreibimpulse und vorgegebene Formate, mit denen du arbeiten musst/kannst. Und wenn etwas so gar nicht funktioniert, dann hast du immer die Möglichkeit einfach draufloszuschreiben. Die Freude am Schreiben und das Gruppenerlebnis stehen hier im Vordergrund. Nie das Erschaffen professioneller Texte.


5. Führe ein Schreibtagebuch


Ein Schreibtagebuch ist ein hervorragendes Werkzeug, um regelmäßig zu schreiben, ohne sich dem Druck auszusetzen, veröffentlichen zu müssen. Veröffentlichen musst du sowie nie, wenn das gar nicht dein Ziel ist. Das Schreiben als Prozess ist ein grandioses Tool, welches dein Leben ungemein bereichern kann. Schreibe täglich oder so oft wie möglich über deine Gedanken, Erlebnisse oder Gefühle. Dies baut nicht nur die Routine auf, sondern auch das Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten. Zudem kann es eine wertvolle Quelle von Ideen und Themen sein, die du in anderen Texten weiterentwickeln kannst, wenn du möchtest.


Abschließende Gedanken


Die Angst vor dem Schreiben ist ein häufiges, aber überwindbares Hindernis. Wir alle spüren sie hin und wieder, wichtig ist es, sich ihr zu stellen. Gehe das Schreiben locker an, denke es neu und probiere dich aus. Du wirst feststellen, dass das Schreiben weniger eine Hürde als vielmehr eine freudvolle, bereichernde Tätigkeit ist. Vielleicht hilft dir eine dieser Strategien, vielleicht musst du etwas ganz anderes machen. Finde heraus, was am besten für dich funktioniert. Viel Erfolg beim Überwinden deiner Schreibängste!

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